Devendra Banhart – What Will We Be
Quelle: MPN
Es war 2002, als ein langhaariger, vollbärtiger und offensichtlich vollkommen ausgeflippter Hippie mit einem Album erschien, das allen „modernen“ Strömungen in der Popmusik Hohn zu sprechen schien: Mit Oh Me Oh My The Way The Day Goes By The Sun Is Setting Dogs Are Dreaming Lovesongs Of The Christmas Spirit betrat DEVENDRA BANHART die Songwriterszene, einem Lo-Fi-Album, das einen jenseitig wimmernden Gesang, eine akustische Gitarre – und 22 unglaubliche Songs enthielt, von denen jeder einzelne eine kleine musikalische Revolution war. Vier weitere Alben – und eine rasant wachsende Fangemeinde – später legt DEVENDRA BANHART, Zauberer der Herzen und König der Balladen, nun seine erste Warner Bros.-Veröffentlichung vor: What Will We Be.
What Will We Be dürfte jedem eingeschworenen BANHART-Fan die Freudentränen in die Augen treiben. Mit seinen 14 wunderbaren Kleinodien verströmt das Album eine sonnige Atmosphäre und das Gefühl, einen schön warmen, faulen Nachmittag im Kreise von guten Freunden auf der Veranda zu genießen. DEVENDRAs exquisites Händchen für traumhafte Melodien und seine unerschütterliche Gelassenheit durchziehen What Will We Be wie ein magischer roter Faden. Aber es gibt eben auch diese kleinen Ausbrüche, die ein DEVENDRA BANHART-Album zu einem bunten Kaleidoskop machen. Etwa die stille und melancholische Ballade Meet Me At The Lookout Point, den Riff-Rocker Rats oder den Reggaesong Foolin’. Mit Brindo gibt es auch wieder eine spanische Latino-Zauberei, ohne die ein DEVENDRA BANHART-Album einfach nie DEVENDRA BANHART wäre. Bemerkenswert ist auch das R&B/Afrobeat-angehauchte Baby und das rockige 16th & Valencia Roxy Music, das den Helden um Bryan Ferry in der Tat perfekt nachempfunden ist (etwa aus der Phase der ersten 2-3 Roxy Music-Alben).

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