Manic Street Preachers – Journal for Plague Lovers
14 Jahre ist es nun her, dass Bandmitglied Edwards über Nacht verschwand und seitdem als vermisst gilt. Der Rest der Band stand vor der Frage, ob es die “Manic Street Preachers” weiterhin geben wird.
Gott sei Dank, man entschied sich für eine Fortsetzung. Allerdings werfen der Band viele Fans vor, es hätte einen Paradigmenwechsel gegeben, der musikalisch immer mehr zum Pop hin führte. (Was auch unsere Meinung ist)
Nun wurde mit dem Album “Journal for Plague Lovers” der Versuch unternommen, die lyrische Hinterlassenschaft Edwards in Musik umzusetzen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, ein typisch roh gemischtes Manics Album steht in den Läden.
Und irgendwie ist wieder alles dabei, von ganz rauh über Rock bis hin zu akustisch. 13 Songs, die sofort ins Ohr gehen. Erdige Sounds, teilweise mit wirklichem Ohrwurmcharakter, füllen die rund 45 Minuten. Abgemischt wurde wieder von Steve Albini, der den Songs seinen unverkennbaren Stempel aufdrückt. Wie immer ziehen die Strassenprediger alle Register, laufen aber besonders in den ruhigen Passagen zur Höchstform auf. Einzig der “hidden track” fällt auf, im Zeitalter der digitalen Player eigentlich nur als running gag zu verbuchen. Übrigens wurden in einigen der Songs Samples eingebaut, was dem positiven Gesamteindruck aber nicht beschädigen kann. Journal for Plague Lovers ist nach längerer Zeit ein Album, dass mich vollständig überzeugt hat.
technische Daten:
Trackliste:
1. Peeled Apples
2. Jackie Collins Existential Question Time
3. Me And Stephen Hawking
4. This Joke Sport Severed
5. Journal For Plague Lovers
6. She Bathed Herself In A Bath Of Bleach
7. Facing Page: Top Left
8. Marlon J.D.
9. Doors Closing Slowly
10. All Is Vanity
11. Pretension//Repulsion
12. Virginia State Epileptic Colony
13. Bag Lady


Gut!
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