Mob Rules – Hollowed By Thy Name
Mob Rules greifen an! Neue Plattenfirma, neues Management, seit Ende Juli die Vorabsingle Lord Of Madness` im Umlauf, zudem das dritte Album Hollowed Be Thy Name (V.Oe. 23. September 2002) mit einigen faustdicken Ueberraschungen startklar: Die Energie, die momentan von der norddeutschen Melodic Metal Band ausgeht, ist geradezu physisch greifbar. Schon mit ihrem Debuetalbum Savage Land (1999), speziell aber mit dessen Nachfolger Temple Of Two Suns (2000) hat die Gruppe um Saenger Klaus Dirks ein mehr als nur vernehmbares Rauschen im Blaetterwald verursacht. Das Zweitwerk der Wilhelmshavener wurde in diversen europaeischen Rockmagazinen zum Album des Monats gewaehlt, gehoerte im Rock Hard zur Kategorie “10 x Dynamit” und landete im Metal Heart auf Platz 4 der Redaktionscharts. Hollowed Be Thy Name bestaetigt diesen glaenzenden Eindruck, ohne dabei den Vorgaenger zu kopieren.
“Unser Ziel war ein Album zu schreiben, das einerseits alle typischen Merkmale unseres Sounds in sich vereint, andererseits aber dennoch keine Wiederholung der vorigen Scheibe darstellt”, erklaert Dirks. “Deshalb wuerde ich unser zweites Album und die aktuelle Veroeffentlichung auch nicht qualitativ miteinander vergleichen wollen. Beides sind sehr starke Werke. Hollowed Be Thy Name ist der aktuelle Stand der Band, auf den wir sehr stolz sind.” Aufgenommen wurden die Songs im Oldenburger Soundgarten Studio` (Schlagzeug, Bass, Gitarren) und im Wolfsburger Gate Studio` (Gesang, Keyboards), gemischt hat das Album Markus Teske (u.a. Vanden Plas) im Bazement Studio` in der Naehe von Frankfurt.
Die in der Vergangenheit haeufig von der Presse zitierten Vergleiche mit Stratovarius, Virgin Steele, Helloween oder Queensryche gelten zwar auch fuer Hollowed Be Thy Name. In Punkto Haerte scheinen sich Mob Rules allerdings mehr denn je in die stilistische Naehe der amerikanischen Elitemetallern Savatage orientiert zu haben. “Wir sind immer noch sehr melodisch, aber so manches Arrangement zeigt uns von einer rauheren, kantigeren Seite.” Gemeint sind Songs wie der das Album eroeffnende Titeltrack, die beiden schnellen Speed Of Life` und Ghost Town` oder das hymnische (In The Land Of) Wind And Rain`, das mit seinem treibenden Rhythmus und dem epischen Rephrain schon jetzt zu den Klassikern der Band gehoert. Eine besondere Geschichte verbirgt sich hinter How The Gypsy Was Born`, einer von Mob Rules neu arrangierten Coverversion des Frumpy-Klassikers aus den fruehen Siebzigern. “Das Stueck erzaehlt die Schoepfungsgeschichte aus Sicht des Zigeuners und passt daher thematisch perfekt zu unserem Konzept”, erklaert Dirks. “Fuer die charakteristische Gesangslinie im Schlusspart wollten wir unbedingt jemanden haben, der eine etwas dunklere Stimmfarbe hat als ich.” Erste Wahl bei der Suche nach einem geeigneten Saenger war Peavy Wagner (Rage), der von der Mob Rules-Version des Stueckes sichtlich begeistert war und spontan seine Zusage gab.
Gleiches gilt fuer Roland Grapow (Ex- Helloween, Masterplan), einen Freund der Band. Grapow spielte bei All Above The Atmosphere` ein phantastisches Intro und steuerte zum finalen Way Of The World` ein virtuoses Solo bei. “Das Stueck hatte in seiner Entstehungsphase den Arbeitstitel Helloween-Song`. Also sagten wir uns: Wenn schon Helloween, warum dann nicht jemanden dazu spielen lassen, der wirklich so klingt? Was also lag naeher, als Roland zu fragen. Seine beiden Parts auf dem Album sind der Hammer!”
Abgerundet wird das Konzeptalbum, das an die beiden Vorgaenger anschliesst und sich um Macht in unterschiedlichen Konstellationen dreht (“Es geht um politische und religioese Autoritaet, um die Kraft von Liebe und Tod, aber auch um Ohnmacht und Gewaltmissbrauch”), durch die surrealistische Coverzeichnung des Belgiers Eric Philippe, der den blasphemisch anmutenden Albumtitel nach genauen Vorgaben der Band perfekt umgesetzt hat. Dirks: “Ein echter Hingucker!”
Wie gehts weiter? Nach der erfolgreichen Tour mit Savatage im Juli und dem Auftritt beim Wacken Open Air bereiten sich Mob Rules zur Zeit auf eine Tournee im Herbst vor. Dazwischen liegen einige Einzelshows (u.a. mit Freedom Call) sowie die oeffentliche Release-Party im Wilhelmshavener Pumpwerk am 4. Oktober, bei der die Energie der Band erneut auch optisch greifbar wird.
KURZE HISTORIEGegruendet 1994 von Klaus Dirks, Matthias Mineur, Thorsten Plorin und Arved Mannott produzierten Mob Rules 1996 nach einer Reihe erfolgreicher Konzerte mit ihrem Neuzugang Oliver Fuhlhage ein erstes Demo und konnten damit prompt einen Plattenvertrag ergattern. Im Maerz 1999 erschien das Debuetalbum Savage Land, anschliessend gingen Mob Rules mit ihren Labelkollegen Ivory Tower auf Tournee, bei der erstmals auch Keyboarder Sascha Onnen zum Line Up gehoerte. Im Sommer 2000 stellte die Gruppe beim Wacken Open Air bereits vorab zwei Songs ihres zweiten Albums Temple Of Two Suns vor, das im Herbst des Jahres veroeffentlicht wurde. Nach einer ganzen Reihe Einzelshows (u.a. mit Symphony X und Doro) tourte die Gruppe im Fruehjahr 2001 europaweit mit Company Of Snakes und wurde anschliessend als einer der Headliner zum NTS-Festival (mit Rhapsody, Shaman, Silent Force, u.a.) nach Paris geladen. Ab August arbeitete die Band dann an den Songs fuers aktuelle Album Hollowed Be Thy Name, aus dem bereits Ende Juli 2002 anlaesslich der Savatage-Tour die Single Lord Of Madness` ausgekoppelt wurde. Auch das Wacken 2002 Open Air wird zur Generalprobe fuers neue Album: Mindestens zwei brandaktuelle, noch unveroeffentlichte Stuecke von Hollowed Be Thy Name sollen den Appetit auf kommende Aufgaben steigern.BESETZUNGKlaus Dirks (voc.)
Matthias Mineur (git.)
Oliver Fuhlhage (git)
Sascha Onnen (keyb.)
Thorsten Plorin (bass)
Arved Mannott (drums)TRACKS
Hollowed Be Thy Name * Speed Of Life * (In The Land Of) Wind And Rain * House On Fire * Ghost Town * How The Gypsy Was Born (feat. Peavy Wagner) * All Above The Atmosphere (feat. Roland Grapow) * Lord Of Madness * a.d.c.o.e. * Way Of The World (feat. Roland Grapow)DISCOGRAPHIE
SAVAGE LAND (1999)
TEMPLE OF TWO SUNS (2000)
Lord Of Madness (Single, 2002)
Neu: HOLLOWED BE THY NAME (2002

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